Amos Bartelsmeyer übersteht 1500-Meter-Vorlauf und macht das WM-Halbfinale "klar"
  04.10.2019 •     Leistungssport , Ergebnisse


Punktlandung! Amos Bartelsmeyer hat es geschafft. Der Eintracht-Athlet überstand seinen WM-Vorlauf über 1500 Meter und zog direkt ins Halbfinale ein. Eine tolle Leistung für den Mittelstreckler, dessen 3:36,29 Minuten in der Meldeliste „nur“ Platz 33 unter 47 Läufern bedeutet. 

In der ersten Runde gab es dann drei Läufen, aus denen sich die jeweils sechs ersten Athleten direkt und sechs weitere Kandidaten für die nächste Runde qualifizierten. Bartelsmeyer musste gleich im ersten Lauf ran und traf hier auf so prominente Gegner wie Jakob Ingebrigsten (NOR/Bestzeit 3:30,16 min.), Samuel Tefera (ETH/ 3:31,04 min.) oder Europameister Marcin Lewandowski (POL). Mit Durchgangszeiten von 58,77 Sekunden bei 400 Metern und 1:59,54 Minuten bei der 800-Meter-Marke wurde dann auch ziemlich flott angelaufen. Fast das komplette Feld ging das Tempo mit und bog nahezu geschlossen auf die Zielkurve ein. Bartelsmeyer mitten drin, auch als auf den letzten Metern um die Plätze ging. Am Ende war es eine ganz knappe Angelegenheit, stürmten doch gleich acht Athleten innerhalb von nur 0,28 Sekunden über die Ziellinie.

Den Anfang machte Medaillen-Favorit Jakob Ingebrigsten mit 3:37,67 Minuten, gefolgt von Alexis Miellet (FRA/3:37,683 min.) und Olympiasieger Matthew Centrowitz (USA/3:37,690 min.). Ein großes „Q“ für die direkte Qualifikation erspurteten sich dann noch Jake Wightman (GBR/3:37,72 min.), Marcin Lewandowski (3:37,75 min.) sowie Amos Bartelsmeyer (3:37,80 min.) Damit blieb der Eintrachtler nur rund 1,5 Sekunden über seiner persönliche Bestzeit.  

“Ich bin glücklich und erleichtert. Im Vorlauf wollte ich nicht rausfliegen! Ich bin im Kopf immer noch mittendrin im Rennen, ich muss das erstmal verarbeiten. So verrückt ist es auch nicht, dass ich weitergekommen bin, es war schließlich mein Ziel. Ich wusste, die Fitness ist da und ich kann es schaffen. Im Detail habe ich mir das Feld nicht angeschaut, das blendet man aus, aber ich wusste schon, wer stark ist. Ich war auf der ganzen letzten Runde ein bisschen eingekesselt, aber ich hatte noch Energie, und ich habe mir gesagt: Wenn ich bis zu den letzten 100 Metern dranbleibe, dann gebe ich alles. Am Ende bin ich noch an Tefera vorbeigegangen, da war es sehr eng. Wie ich das nächste Rennen angehe, muss ich jetzt mit meinem Trainer besprechen. Aber vermutlich ähnlich wie den Vorlauf, ich will in den ersten 300 Metern einen guten Platz in der Gruppe finden und so lange wie möglich entspannt mitlaufen, auf der letzten Runde auf einer Position für das große Q“, so der aus den USA stammende Mittelstreckler.